Vandalismus

Für eine sichere Fahrt mit Bus und Bahn

Pöbelnde Fahrgäste, verbale und tätliche Angriffe, Beschädigung von Sacheigentum - solche Delikte in öffentlichen Verkehrsmitteln hängen eng mit Alkoholkonsum zusammen. Allein im Jahr 2015 registrierte die Deutsche Bahn 12.500 Fälle von Körperverletzungen und rund 10.000 Delikte im Zusammenhang mit Vandalismus.

Gemessen an der Zahl von 7,5 Millionen Fahrgästen täglich ist diese Zahl gering. Dennoch: Alkoholisierte Fahrgäste, die in öffentlichen Verkehrsmitteln Party feiern, Flaschenmüll zurücklassen oder gar aufdringlich bis gewalttätig werden, sind unangenehm für alle Mitfahrenden und beeinträchtigen ihr Sicherheitsgefühl.

Auch Fluggesellschaften müssen immer öfter und bestimmter auf alkoholisierte Passagiere reagieren. So stellt die International Air Transport Association fest, dass im Jahr 2015 knapp 11.000 Menschen an Bord randalierten. In 23 % der Fälle spielten Alkohol oder andere Drogen eine Rolle.

  • Die Düsseldorfer Rheinbahn und die Kölner Verkehrsbetriebe verhängten bereit 2007 ein Ess- und Trinkverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln – Alkohol inbegriffen.
  • Der Verkehrsverbund Stuttgart hat seit 2008 den Konsum von Alkohol in seinen Bussen und Bahnen verboten. Damit reagierte der Verbund auf Beschwerden von Fahrgästen, die durch laute Trinkgelage und leere Flaschen belästigt fühlten.
  • 2009 zog das norddeutsche Eisenbahnverkehrsunternehmen metronom mit einem Alkoholverbot nach.
  • Seit 2011 darf allen Bahnen und Bussen des Hamburger Verkehrsbetriebes kein Alkohol mehr getrunken werden. Auch in den Münchner S-Bahnen gilt seither ein Verbot.
  • 2012 setzte die Deutsche Bahn der Party im Nürnberger Hauptbahnhof ein Ende. Dort hatten sich an Wochenende Hunderte zum Feiern getroffen. Nun ist Alkoholkonsum an Wochenenden und vor den Feiertagen untersagt.