Kein Alkohol unterwegs!

Schwerpunkt der Aktionswoche Alkohol 2017

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Nach wie vor stellt Alkohol im Straßenverkehr ein großes Problem dar. Zwar ist Fahren unter Alkoholeinfluss längst kein Kavaliersdelikt mehr, aber immer noch überschätzen Menschen ihre Fähigkeiten. Die Folgen sind ebenso augenfällig wie dramatisch: Im Jahr 2015 war Alkohol der Grund für 13.200 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Rund 16.600 Menschen waren davon betroffen, 256 von ihnen kamen ums Leben. Das bedeutet: Jeder 13. tödlich verletzte Verkehrsteilnehmer in Deutschland stirbt infolge eines Alkoholunfalls. Verkehrsunfälle, die durch Alkohol verursacht werden, ziehen oft besonders schwerwiegende Folgen nach sich: Menschen sterben, Familien und Freundschaften werden belastet, Betroffene müssen sich mit körperlichen und seelischen Auswirkungen auseinandersetzen, die auch ihr soziales Umfeld miteinbeziehen. Mehr als die Hälfte (56,5 %) der Unfallbeteiligten mit Personenschäden waren alkoholisierte PKW-Fahrer – das entspricht 7.553 Personen. Immerhin ein Viertel (25,7 %) der Alkoholunfälle, bei denen mindestens eine Person zu Schaden kam, wurden durch Fahrradfahrer verursacht.

Wer unter Alkoholeinfluss unterwegs ist, kann nicht nur sich selber schaden, sondern auch andere ernsthaft gefährden. Daher widmet sich die Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Mai 2017 dem Schwerpunktthema „Kein Alkohol unterwegs!“. Die Veranstalter dieser Aktionswoche führen gemeinsam mit Verkehrsbetrieben, Fahrschulen, der Verkehrswacht sowie Fahrrad- oder Automobilclubs Aktionen durch, die auf die Alkoholgefahren im Straßenverkehr, in der Luft und zu Wasser aufmerksam machen.

Dazu stellt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) wie immer kostenloses Material für alle gemeldeten Veranstalter zur Verfügung. Anmeldung und Materialbestellung sind ab Anfang 2017 auf der Website der Aktionswoche www.aktionswoche-alkohol.de  möglich.

Trinken und Fahren sind nicht nur im Auto problematisch: Alkoholisierte, pöbelnde und aufdringliche Fahrgäste in Bus und Bahn oder randalierende Passagiere im Flugzeug sind unangenehm für alle Beteiligten. Mit dem Alkoholkonsum in öffentlichen Verkehrsmitteln hängen verbale und tätliche Angriffe sowie die Beschädigung von Sacheigentum eng zusammen. Allein im Jahr 2015 registrierte die Deutsche Bahn 12.500 Fälle von Körperverletzungen und rund 10.000 Delikte im Zusammenhang mit Vandalismus. Einige Städte wie z.B. Hamburg haben daher bereits ein allgemeines Alkoholverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln eingeführt und auch Fluggesellschaften müssen immer öfter und bestimmter auf alkoholisierte Passagiere reagieren. So stellt die International Air Transport Association fest, dass im Jahr 2015 knapp 11.000 Menschen an Bord randalierten. In 23 % der Fälle spielten Alkohol oder andere Drogen eine Rolle.

Daher fordert die diesjährige Aktionswoche Alkohol mit ihrem Schwerpunktthema dazu auf, im Verkehr auf Alkohol zu verzichten: „Kein Alkohol unterwegs!“. Dies gilt vor allem und uneingeschränkt für das selbstständige Führen eines Verkehrsmittels. Und auch im  öffentlichen Personenverkehr sollen Mitreisende berücksichtigt und allen Beteiligten eine sichere und angenehme Reise ermöglicht werden.

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Weitere Informationen erhalten Sie unter www.aktionswoche-alkohol.de und unter info(at)dhs.de.