Veranstaltungsformate

"Wir gehen raus":
Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, Fachkliniken

Jeder Erwachsene trinkt im Durchschnitt täglich mehr als vier Gläser Alkohol. Das ist mehr, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für gesundheitlich unbedenklich hält. Deshalb wendet sich die Aktionswoche 2011 "Alkohol? Weniger ist besser!" an alle Menschen, die mehr oder weniger Alkohol konsumieren. So sollte sich jeder und jede die Frage stellen, ob die eigenen Trinkgewohnheiten noch gesundheitsverträglich sind. Wie viel ist zu viel? Worauf sollte ich achten, wenn ich Alkohol trinke?

Mitglieder der Selbsthilfegruppen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Beratungsstellen und Fachkliniken sowie die in der Suchthilfe und Suchtprävention Tätigen können in Gesprächen den Impuls für diese Fragen geben. Während der Aktionswoche ist dies vor allem auch außerhalb ihrer Gruppen und Einrichtungen möglich, z.B. in Kaufhäusern, in Baumärkten, in Einzelhandelsgeschäften, in Bio-Läden, in Kinos, in Bahnhöfen – überall dort, wo viele Menschen sind. Gehen Sie raus, gehen Sie in die Öffentlichkeit!

In persönlichen Gesprächen soll ein verstärktes Bewusstsein für den Umgang mit Alkohol geschaffen werden. Dabei geht es nicht um ein Verbot – es geht um Verantwortung. Ansprechende Plätze an prominenter Stelle sind ein idealer Ort für Sie, die Expertinnen und Experten, um zu informieren, ins Gespräch zu kommen und das Material der Aktionswoche 2011 „Alkohol? Weniger ist besser!“ zu verteilen.

Sie haben unsere Veranstaltungsidee gelesen und möchten den Selbsthilfegruppen oder den Fachleuten aus Suchtprävention oder Suchthilfe einen Platz in Ihrem Haus für eine Veranstaltung zur Verfügung stellen? Unter folgendem Link erhalten Sie mögliche Kontakte in Ihrer Region:

» DHS Einrichtungssuche

Tipps für Veranstaltungen von Selbsthilfegruppen

Die Aktionswoche 2011 "Alkohol? Weniger ist besser!" mit ihrem breiten Angebot und dem hervorragenden Informationsmaterial ist bestens geeignet, an vielen Orten Kontakte zu Kaufhäusern, Einzelhandelsgeschäften, Baumärkten usw. aufzunehmen und die Suchtprävention und Suchthilfe vorzustellen. Auch Wochenmärkte und Einkaufszonen können einen Platz und eine Gelegenheit bieten, seien Sie kreativ und knüpfen Sie Kontakte auch an ungewöhnlicher Stelle! 

Und Sie haben viel zu bieten: Auf der einen Seite sind Sie Teil einer bundesweiten Aktionswoche, ausgestattet mit Material, welches Ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt wird, und auf der anderen Seite haben Sie unschätzbare Erfahrungen in der Hilfe für Menschen mit Alkoholproblemen. Sehr viele Menschen, die in der Stadt unterwegs sind, werden also Interesse zeigen. Und Sie kennen das: Gerade die, die mehrfach an den Stand kommen, möchten von Ihnen nicht nur Material haben, sondern auch ein Gespräch über ihre persönliche Situation führen oder Rat finden, wie sie Angehörigen, Freunden, Nachbarn oder Kollegen helfen können, die ein Problem mit Alkohol haben.

Im Rahmen der Aktionswoche ist es wichtig, dass sich die einzelnen Gruppen und Organisationen am Ort zusammenfinden und zusammentun, um gemeinsam das Anliegen - den eigenen Alkoholkonsum kritisch zu überprüfen – vorzustellen und damit auch „Geschlossenheit in der Sache“ zu demonstrieren. Nutzen Sie dazu unbedingt die an vielen Orten bereits vorhandenen und etablierten Arbeitskreise der Sucht-Selbsthilfe, oder nehmen Sie Kontakt zu anderen Gruppen und Verbänden an Ihrem Ort auf. Gemeinsamkeit macht stark, und die Arbeiten verteilen sich auf mehrere Schultern.

Was Sie tun können - konkrete Ideen und Hinweise

Nehmen Sie Kontakt zu Ihren „Verbündeten“ vor Ort auf – das heißt zu den anderen Gruppen und/oder Verbänden, oder nutzen Sie Ihren bestehenden Arbeitskreis der Sucht-Selbsthilfe für die Planung und Vorbereitung.

Nehmen Sie Kontakt zu Kaufhäusern, Einzelhändlern, Baumärkten, Biomärkten, Apotheken, zu Ihrer Gemeinde auf. Wenn Sie einen Stand beispielsweise in einer Einkaufszone vorgesehen haben, ist Ihr Ansprechpartner das zuständige Ordnungsamt. Vereinbaren Sie ein Gespräch mit der verantwortlichen Person und stellen Sie in diesem Gespräch die Aktionswoche und Ihr Anliegen vor – am besten bringen Sie zu dem Gespräch das Programm der Aktionswoche mit.

Vielleicht stellt man Ihnen einen Tisch zur Auslage des Materials zur Verfügung - sonst müssen Sie selbst für die entsprechende "Unterlage" sorgen. Dabei sollten Sie auf ein klares und gutes Erscheinungsbild achten. Lieber weniger Material als zu viel!

Wer sich angemeldet hat, bekommt im Frühjahr 2011 ein Angebot für das zur Verfügung stehende Material und kann es entsprechend bestellen. Ergänzt werden sollte dieses Material durch ein Faltblatt mit Hinweise auf die örtlichen Selbsthilfegruppen – also auf Ihr spezielles Angebot für Menschen mit Alkoholproblemen und deren Angehörige.

Haben Sie noch weitere Ideen und Möglichkeiten? Würde Sie möglicherweise ein lokaler Hersteller alkoholfreier Getränke unterstützen? Klären Sie dann ab, ob der (kostenfreie) Ausschank alkoholfreier Getränke an Ihrem Veranstaltungsort erlaubt ist.

Melden Sie sich an - nur die Mitmacher erhalten auch das Material! Besprechen Sie mit den Beteiligten, mit denen Sie Ihren Stand planen, wie mit dem Material umzugehen ist. Und vergessen Sie nicht die Angehörigen – vielfach sind sie es, die zuerst Kontakt aufnehmen und Rat und Hilfe suchen. Selbstverständlich können Sie neben dem Material der Aktionswoche auch die Informationsmaterialien Ihrer Gruppe und Ihres Verbandes auslegen und verteilen.

Die Aktionswoche  2011 "Alkohol? Weniger ist besser!“ ist ein idealer Anlass, um auf Ihre Angebote und Ziele aufmerksam zu machen, Menschen anzusprechen und Interesse für Ihre Arbeit und Ihre Gruppen zu wecken!

Aktuelles

27.05.11 08:07

SWR berichtet in der "Landesschau" über die Aktionswoche

Auch der SWR produzierte für die Landesschau Rheinland-Pfalz einen längeren...

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