Alkoholprävention am Arbeitsplatz

Alkoholkonsum hat direkte Folgen für die Arbeitswelt und zwar nicht erst, wenn ein Beschäftigter alkoholabhängig ist. Auch Beschäftigte, die riskant und gesundheitsgefährdend Alkohol konsumieren, leisten weniger und belasten das Betriebsklima.

Daher gilt in den meisten Betrieben: Kein Alkohol am Arbeitsplatz! Zudem zählt betriebliche Suchtprävention seit über 30 Jahren zur Personalpolitik vieler Unternehmen und Verwaltungen.

Betriebliche Alkohol- oder Suchtprogramme haben sich hervorragend bewährt: Sie informieren darüber, ab wann zum Beispiel Alkoholkonsum der Gesundheit schadet und abhängig machen kann. Damit beugen sie riskantem Konsum vor.

Suchtprogramme sensibilisieren für problematischen Alkoholkonsum. So werden suchtgefährdete und suchtkranke Beschäftigte frühzeitig angesprochen. Und sie helfen, das Thema „Suchterkrankungen“ auf allen Hierarchieebenen zu enttabuisieren.

Die Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“ ist die ideale Zeit für betriebliche Aktionen zur Alkoholprävention. Wir bitten Betriebe und Verwaltungen, sie zu nutzen. Informieren Sie rund um das Thema Alkohol! Wir versorgen Sie gerne mit bewährten Materialien, die Sie verteilen können.

Wenn Sie Kontakt zu Selbsthilfegruppen und Einrichtungen der Suchtprävention und Suchthilfe in Ihrer Nähe aufnehmen wollen, nutzen Sie bitte folgenden Link: http://www.suchthilfeverzeichnis.de

Informationen, Tipps, Links und Adressen zum betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe finden Sie auf der Internetplattform  www.sucht-am-arbeitsplatz.de

  • Regen Sie Ihre Mitarbeitenden zur Reflexion des eigenen Konsums an. Die neu aufgelegte Z-Card mit einem Selbsttest regt hierzu an.
  • Aktionstag „Alkoholfrei" mit dem Einsatz von Rauschbrillen (www.drogisto.de)
  • Saftbar vor Kantinen mit Verteilung des Flyers
  • Vorführung des Hoesch-Films „Zu Risiken und Nebenwirkungen - Alkohol und Arbeit" in oder vor Kantinen. Der Film ist zu beziehen bei:
    Ahrens Film, Film- und Fernsehproduktion
    Auf der Lieth 17 / 30880 Hannover-Laatzen
    Telefon: (0)511-82 20 95
    E-Mail: ahrens(at)ahrens-film.de, www.ahrens-film.de
  • Projekte von Azubis: Was wir unseren Kollegen/Kolleginnen zu Alkohol, Drogen, Medikamente, Rauchen mal sagen wollten

Das Konzept der Punktnüchternheit legt nahe, in bestimmten Situationen konsequent auf Alkohol zu verzichten, zum Beispiel während der Schwangerschaft, beim Medikamentengebrauch und im Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

Punktnüchternheit in der Arbeitswelt heißt: Alle Beteiligten verzichten auf Alkohol vor und während der Arbeitszeit, um die Leistung und Qualität der Arbeit zu sichern und die Sicherheit aller zu gewährleisten. Dafür sind Gespräche mit den Beschäftigten hilfreich sowie verbindliche Regeln und Absprachen im Betrieb. Ziel ist es, dass Punktnüchternheit ein Teil der Betriebskultur wird. Zugleich werden damit gesunde und sichere Arbeitsbedingungen geschaffen werden.

Punktnüchternheit ist ein Thema, dass sich hervorragend für die Aktionswoche  „Alkohol? Weniger ist besser!" eignet. Einerseits kann die Diskussion mit den Beschäftigten neue Anregungen für die betriebliche Suchtprävention geben, andererseits macht es auf die Arbeitssicherheit aufmerksam - denn vielfach sind Unfälle im Betrieb auf Alkohol- und Medikamentenkonsum zurückzuführen.