Kein Alkohol unterwegs!

„Kein Alkohol unterwegs“ lautet das Motto des diesjähriges Schwerpunktthema der Aktionswoche Alkohol. Es gilt für alle, die am Verkehr teilnehmen – auf der Straße, in der Luft, aber auch in Bus und Bahn. Aus gutem Grund: Das Unfallrisiko steigt bereits bei geringem Alkoholeinfluss – nicht nur für Autofahrende, sondern auch für Menschen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind. Auch alkoholisierte Fahrgäste in Bus und Bahn sowie Fluggäste stören und gefährden ihre Mitreisenden, wenn sie pöbeln, aufdringlich und aggressiv werden.

Viele unterschätzen die Wirkung von Alkohol

Alkohol beeinträchtigt die Hör- und Sehfähigkeit. Das Koordinations- und Reaktionsvermögen lässt nach. Distanzen und Geschwindigkeiten werden falsch eingeschätzt. Alkoholisierte handeln weniger gefahrenbewusst, sind risikofreudiger und blenden das Unfallrisiko aus. Schließlich enthemmt Alkohol und kann zu Kontrollverlust und Gewalt führen.

Die Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“ ist die ideale Zeit für Aktionen zur Alkoholprävention im Straßenverkehr. Wir bitten alle, die mit Verkehrsteilnehmer tun haben, sie zu nutzen: lokale Verkehrsverbünde, Verkehrssicherheitsorganisationen, (Fahr-)Schulen, Betriebe, Gaststätten, KFZ-Werkstätten, die örtliche Polizei, Technische Überwachungsorganisationen, Fahrradhändler usw.

Informieren Sie rund um das Thema “Kein Alkohol unterwegs!“ Wir versorgen Sie gerne mit bewährten Materialien, die Sie verteilen können.   

Wenn Sie Kontakt zu Selbsthilfegruppen und Einrichtungen der Suchtprävention und Suchthilfe in Ihrer Nähe aufnehmen wollen, nutzen Sie bitte folgenden Link: www.suchthilfeverzeichnis.de 

Im Rahmen der Aktionswoche Alkohol bietet der „Bund gegen Alkohol und Drogen“ (BADS) an, 20 Alkoholfahrsimulatoren für Schulen, Behörden oder sonstigen Veranstaltern kostenlos zur Verfügung zu stellen. Außerdem kann Informationsmaterial bestellt werden. Referenten des BADS stehen für Fachvorträge auf Anfrage zur Verfügung. Infos zu den Angeboten des BADS finden Sie unter http://bads.de/agieren/ bzw. Kontaktperson Marlies Eggert in der Bundesgeschäftsstelle in Hamburg Tel. 040 – 440716, Mail-Adresse hamburg(at)bads.de.

  • Tipps und Anregungen sowie Anmeldung: www.tag-der-verkehrssicherheit.de
  • Veranstalten Sie einen Kreativwettbewerb! Das Fahren in nüchternem Zustand ist eine Grundvoraussetzung um sicher anzukommen und keine weiteren Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Bei der Umsetzung ist alles erlaubt: Malen, Zeichnen, Fotografieren, Bildhauern, Gestalten, Nähen, Handwerkern oder digitale Kunst.
  • Aktionstag „Alkoholfrei" mit dem Einsatz von Rauschbrillen (zu beziehen unter www.drogisto.de)
  • Verteilung des Flyers "Alkohol Straßenverkehr" des DVR
  • "Wer fährt, trinkt nicht!": Informieren Sie über die BOB-Initiative: www.aktion-bob.com 

Die derzeitige Rechtslage lässt es zu, dass Fahrradfahrer bis zu einer BAK von 1,5 Promille Alkohol trinken und trotzdem Fahrrad fahren dürfen – es sei denn, es sind deutliche Anzeichen für die Fahrunsicherheit beweisbar. Die Unfallgefahr wird unterschätzt.

Denn: Neueste Ergebnisse einer Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) und des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Düsseldorf zeigen, dass ab mehr als 0,8 Promille die „groben“ Fahrfehler zunehmen.

Alkohol und Radfahren ist ein Thema, dass sich hervorragend für die Aktionswoche 2017 „Alkohol? Weniger ist besser!" eignet. In Berufsschulen und  Betriebe kann in Diskussionsrunden dieses Thema aufgegriffen werden.

Speziell zum Thema Fahrradfahrer gibt es die Aktion "Rücksicht", die sich auf kommunaler Ebene umgesetzt werden kann: www.dvr.de/aktionen/ruecksicht-kampagne.htm. Ein Handbuch zur Umsetzung von Aktionen ist auf der "Rücksicht" - Webseite zum Downloaden vorhanden.

Viele Hintergrundinformationen, Verkehrssicherheitsaktionen und Tipps sind auf der Webseite des Deutschen Verkehrssicherheitsrates www.dvr.de sowie www.tag-der-verkehrssicherheit.de vorhanden.