Arbeitsplatz

Alkohol? Nicht am Arbeitsplatz

Alkohol am Arbeitsplatz ist heute in den meisten Betrieben untersagt. Aus guten Gründen:

  • ab 0,2 Promille im Blut sinken die Konzentration sowie die Kritik- und  Urteilfähigkeit
  • ab 0,8 Promille sind sie stark eingeschränkt und die Sehfähigkeit ist um ein Viertel vermindert. Die Gefahr steigt, Fehler zu machen und sich und andere zu gefährden.
  • bereits bei 0,3 Promille verdoppelt sich das Unfallrisiko gegenüber dem nüchternen Zustand, bei 1,5 Promille ist es 16 Mal so hoch.

Experten schätzen, dass zwanzig bis dreißig Prozent der Arbeits- und Wegeunfälle auf Alkohol zurückzuführen sind.

Oft schirmt das direkte Umfeld die Betroffenen ab, kaschiert Fehler und leistet Mehrarbeit, damit die Probleme unentdeckt bleiben. Manchmal wird über Jahre gedeckt. Dann verfestigt sich das problematische Verhalten. Die betroffene Person wird so belastend, dass  jegliche Toleranzschwelle überschritten ist. 

Es ist Aufgabe der Führungskräfte, mögliche Alkoholprobleme anzusprechen – offen und klar. Das fällt leichter, wenn alle im Betrieb ein Problembewusstsein haben. Die Beschäftigten  sollten es würdigen, wenn Führungskräfte frühzeitig Auffälligkeiten ansprechen.

Das kann zum Beispiel sein, dass Beschäftigte häufig kurz den Arbeitsplatz verlassen, sich häufig ein, zwei Tage krank melden, mehr Fehler machen, sie zunehmend unzuverlässig sind und ihre Arbeitsleistung nachlässt. Auch eine ungepflegte Erscheinung, ein aufgedunsenes, gerötetes Gesicht, Zittern der Hände können Hinweise auf riskanten Alkoholkonsum und Anlass zu einem Gespräch sein.

In der Rubrik „Rat und Hilfe“ finden Sie konkrete Tipps zum Umgang mit Beschäftigten, die Alkoholprobleme haben.

In vielen Firmen und öffentlichen Verwaltungen haben Arbeitsgeber und Betriebs- und Personalräte Maßnahmen zur Suchtvorbeugung schriftlich festgelegt. Dazu gehören Gespräche zwischen Führungskräften und Betroffenen anhand eines Stufenplanes.

Größere Firmen bieten Führungskräften, Betriebsräten und Sozialarbeitern Weiterbildungen an, die den Umgang mit Suchtproblemen im Betrieb und die Suchtvorbeugung thematisieren. Kleinere Firmen informieren über die Gefahren von Alkohol und arbeiten mit Beratungsstellen in ihrer Nähe zusammen. (Beratungsstellen finden Sie unter www.suchthilfeverzeichnis.de

Die Internetseite www.sucht-am-arbeitsplatz.de stellt umfassende Informationen zum Thema „Sucht am Arbeitsplatz“ zur Verfügung.

Das Gespräch unter Kolleginnen und Kollegen. Link zur Seite "Sucht am Arbeitsplatz"

Broschüre „Suchtprobleme am Arbeitsplatz. Eine Praxishilfe für Personalverantwortliche“. Zum Download

Broschüre „Alkohol am Arbeitsplatz - Eine Praxishilfe für Führungskräfte“. Zum Download

„Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)“. Zum Download

Flyer „Alkohol am Arbeitsplatz“. Zum Download

Die Broschüren und Faltblätter können kostenlos bestellt werden unter DHS / Informationsmaterial