Partnerkampagne


Partnerkampagne der Barmer GEK: "Hol dir den Kick woanders!"

Mit einer neuen Kampagne will die Barmer GEK allen Jugendlichen zeigen, dass man auch ohne Alkohol einen tollen Kick erleben kann – und zwar beim Sport. Im Jahr der Frauenfußball-Weltmeisterschaft hat Deutschlands größte Krankenkasse gleich fünf Nationalspielerinnen als Patinnen gewonnen. Alexandra Popp, Annike Krahn, Turid Knaak und Linda Bresonik (v.l.n.r.) werben in einer Plakatserie mit klaren Statements wie etwa "Zeig dem Rausch die rote Karte" für mehr Bewusstsein im Umgang mit Alkohol. Zahlreiche lokale Aktionen finden in den bundesweit rund 1.000 Geschäftsstellen der Barmer GEK statt, zusätzlich arbeitet die Kampagne verstärkt mit Online-Elementen und spricht die Jugendlichen mit "Hol dir den Kick woanders!" über das soziale Netzwerk Facebook an.

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Nationalspielerin Alex Popp:
Erst allein unter Jungs,
jetzt im Sturm auf die WM

Sie hat einen kernigen Händedruck: Alexandra Popp, genannt „Alex“ oder auch „Poppi“, der Shooting Star des deutschen Frauenfußballs. Hinter ihr liegt ein rasanter Aufstieg. 2010 wurde sie Weltmeisterin mit der U20-Mannschaft, DFB-Pokalsiegerin und Torschützenkönigin des DFB-Hallenpokals 2010; auch den Goldenen Schuh bei der U-20-WM bekam sie als beste Torschützin verliehen. Wir treffen Alex Popp am Rande des Spielfeldes vom FCR 2001 Duisburg, dem auch die Nationalspielerinnen Annike Krahn, Inka Grings und Simone Laudehr angehören. Hier ist Alex Popp Abwehrspielerin, in der Nationalmannschaft spielt sie im Sturm. Mit Alkohol hat die 19-Jährige im Gegensatz zu Pokalen und Medaillen wenig am Hut. Ein Grund für Alex Popp, nicht nur Patin der Kampagne „Hol dir den Kick woanders!“ (Barmer GEK) zu sein, sondern auch die Aktionswoche 2011 "Alkohol? Weniger ist besser!" zu unterstützen.

Frau Popp, Sie haben die Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen besucht, eine vom DFB zertifizierte Eliteschule des Fußballs. Wie gelang es Ihnen damals, sich gegen die Jungs zu behaupten? Die waren ja vermutlich in der Überzahl.

Ich war das erste Mädchen dort – und das einzige unter etwa 15 Jungen. Ich fühlte mich sehr wohl an der Schule. Jungs spielen rauher Fußball als Mädchen, das mochte ich, und es gab auch weniger Zickereien als in reinen Mädchenmannschaften. Ich wurde auch sofort respektiert und aufgenommen.

Was stellt man sich unter einer zertifizierten Fußballschule vor? Heißt das, während die anderen Mathe büffeln mussten, durften Sie kicken und trainieren?

Nein, wir hatten meistens Training, wenn zum Beispiel Kunst auf dem Stundenplan stand, und das Versäumte musste immer nachgeholt werden. Also Unterricht wie für alle anderen auch, Extrawürste gab es nicht für uns. Training war dreimal in der Woche.

Außer Ihnen nur Jungs in der Mannschaft: War Alkohol ein Thema?

Überhaupt nicht. An der Schule gab es Montags natürlich Alkoholleichen wie an jeder anderen Schule auch, aber das waren keine Fußballer. Wir waren immer sehr diszipliniert und gingen auch am Wochenende nicht feiern.

Jetzt haben Sie das Fachabitur in der Tasche. Erlauben Sie sich am Wochenende nun ein wenig mehr?

Ich trinke sehr wenig und feiere ganz oft ganz ohne Alkohol. Es gibt so viele junge Leute, die sagen, mit Alkohol bin ich einfach besser drauf, aber man kann sich ja vieles einreden... Man kann auch Spaß ohne Alkohol haben, und genau so ist das bei mir. Außerdem bin ich meistens diejenige, die fährt. Auch deswegen trinke ich kaum Alkohol.

Ihre Freunde verlassen sich da jedesmal auf Sie?

Ja klar. Es ist manchmal lustig zu sehen, was die anderen machen, wenn sie zu viel getrunken haben, aber ich sage ihnen auch offen, sie sollen nicht so viel trinken, dass sie nicht mehr wissen, wo oben und unten ist. Und wer zu viel getrunken hat, darf bei mir auch nicht mitfahren. Aber mein Freundeskreis ist ähnlich wie ich, die trinken alle nicht viel. Ganz normal für uns zu sagen „ich habe heute keinen Bock, was zu trinken“. Und für mich als Sportlerin ist ja auch ganz klar: Zu viel Alkohol bringt mich nicht weiter in Leistung und Entwicklung.

Einige Nationalspielerinnen haben Werbeverträge für einen Kosmetikhersteller. Würden Sie auch Werbung für Alkohol machen, wenn man Ihnen viel Geld dafür anbietet?

Nein, auf keinen Fall. Als Nationalspielerin bin ich ja auch Vorbild. Es ist manchmal erschreckend für mich zu sehen, wie viel Jugendliche in sich hineinkippen und welche Folgen das haben kann. Als Jugendlicher muss ich wissen, wo meine Grenzen sind.

Nun geht es ja bald los mit dem Training für die WM. Wie wird das in der Nationalmannschaft gehandhabt, gibt es ein klares Alkoholverbot?

Gern gesehen wird Alkohol natürlich nicht, aber es gibt kein Verbot. Jede Spielerin entscheidet für sich selber. Aber über den Durst trinken, das kommt einfach nicht vor. Es geht alles sehr dizipliniert zu.

Wie sieht Ihr Alltag momentan aus?

Es sind sehr volle Tage. Morgens um 8 fahre ich nach Essen, wo ich gerade ein Jahrespraktikum in einer Praxis für Physiotherapie mache. Da arbeite ich den ganzen Tag, dann geht’s zum Training. Anderthalb bis zwei Stunden, jeden Tag.

Das hört sich so an, als würden Sie derzeit abends nicht unbedingt viel unternehmen.

Ja, bei dem Pensum ist man abends auch müde. Wenn ich mich mit Freunden treffe, dann machen wir uns im Moment meistens einen ruhigen Abend und gucken vielleicht eine DVD. Im Moment stehen ja auch noch Spiele in der Champions League an. Und im Mai beginnt der WM-Lehrgang in Köln. Fünf Tage Training, vier Tage frei. Es ist alles sehr spannend gerade und wird ja noch viel spannender – am 26. Juni ist in Berlin das erste WM-Spiel gegen Kanada. Ich freue mich sehr darauf, was kommt. Und den Pokal, den wollen wir uns wieder holen!

Aktuelles

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Auch der SWR produzierte für die Landesschau Rheinland-Pfalz einen längeren...

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