Das Shooting des Kampagnenplakats

Der Ort: Das Studio von Anja Wechsler in der Münchner Schießstättstraße. Die Fotografin lichtete unter anderem große Kampagnen für Lufthansa, das bayerische Sozialministerium und das Goethe-Institut ab.
Carlo Thränhardt ist eingetroffen. Ab jetzt entscheiden Äußerlichkeiten: Passt seine Pulsuhr zu den unterschiedlichen Plakatentwürfen? Die Entscheidung fällt schnell - sie passt nicht.
Erste Lichteinstellungen. Brainwaves-Agenturchef Herbert Binder doubelt Carlo Thränhardt. "Wir sind überzeugt, dass eine permanente Aufklärung und Sensibilisierung der Menschen notwendig ist, um die Gefahren und das Suchtpotential von Alkohol aufzuzeigen", erläutert er sein Engagement.
Wie im richtigen Leben: Auch 2 m große männliche Models und dreifache Weltrekordler kommen ausführlich mit Grundierung und mattierendem Puder in Kontakt, ehe das Shooting beginnen kann. Zuständig für Thränhardts perfekten Look ist die Visagistin Iris Martin.
Botschafter Carlo Thränhardt lässt sich in aller Seelenruhe fönen und stylen, lässt sich auch die Hände und Unterarme fürs Foto eincremen und kommentiert den eigenen Anblick eher lakonisch: "So ordentlich waren meine Haare noch nie."
Schau mir in die Augen, Kleiner: Anja Wechsler steigt auf ihre Studioleiter, um mit der Kamera in die richtige Position zu kommen. Geplant sind Nahaufnahmen von Carlo Thränhardts Gesicht, in Farbe wie auch in Schwarz-Weiß.

Der Hochspringer hat sich mittlerweile "warmgelaufen". Im Lichtschein der Studioscheinwerfer setzt er die verlangten Posen mit konzentrierter, cooler Professionalität um. Spaß macht das Ganze ja auch noch.

Erster Überblick der bereits geschossenen Bilder am Computer: Wie sehen die Schatten aus? Ist das Licht zu hart, die Pose im Ausdruck überzeugend, sollte Carlo Thränhardt vielleicht das Outfit wechseln?
Das Ganze noch mal, jetzt im Polohemd. Noch ist nicht entschieden, welcher Plakatentwurf und welche fotografische Inszenierung des Ex-Spitzensportlers später das Rennen machen wird.
Brennweitenwechsel, Positionswechsel, Thränhardt mit Handtuch, Thränhardt ohne Handtuch: Drei Stunden fotografiert Anja Wechsler den dreifachen Weltrekordler.
Im Studio herrscht beste Stimmung, alles klappt. Zwischendurch gibt es Kaffee und belegte Brötchen. Auch Athleten brauchen mal eine Pause.
Iris Martin, die Visagistin, muss wieder ran. Carlo Thränhardt soll jetzt etwas verschwitzt aussehen. Die Lösung, wenn für ein Foto Schweiß benötigt wird: Glycerin.
Einen Schritt nach vorn, lächeln, nicht lächeln, dynamisch in die Kamera gucken, den "Siegerblick" aufsetzen - es wird Carlo Thränhardt einiges abverlangt...
... aber mit der Gelassenheit des Athleten, den nach unzähligen Wettkämpfen kaum noch etwas aus der Ruhe bringen kann, kommt er seiner Aufgabe nach.
Immer wieder wird kontrolliert, immer wieder muss am Kopf des Sportlers gezupft und getupft werden: Fällt das Haar natürlich, liegt der Kragen des Poloshirts richtig?
Die letzte Serie: Carlo Thränhardt soll nun nicht nur verschwitzt aussehen, sondern richtig verschwitzt. Visagistin Iris Martin kennt kein Pardon - "richtig verschwitzt" geht nur mit Glycerin und Sprühwasser...
Die letzten Aufnahmen sind im Kasten. Über 600 mal hat der Auslöser an diesem Vormittag gesurrt. Anja Wechsler sieht endlose Reihen von Vorschaubildern durch und stellt die erste "Bestenliste" zusammen...
... mit der nun die Agentur Brainwaves arbeiten und das Plakat für die Aktionswoche gestalten wird. Die Foografin und die Kreativen von Brainwaves sind mehr als zufrieden: Das Shooting war ein voller Erfolg.
Und hier das Ergebnis: Das Kampagnenplakat 2011! Sie können es ab sofort in zwei Größen für Ihre Veranstaltung bestellen. Alle Fotos: (c) Karen Hartig

Aktuelles

27.05.11 08:07

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Auch der SWR produzierte für die Landesschau Rheinland-Pfalz einen längeren...

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