Alkohol? Nicht am Arbeitsplatz!

Riskanter Konsum von Alkohol macht nicht vor den Eingangstüren von Unternehmen oder Behörden Halt. Meistens wissen die Kolleginnen und Kollegen zuerst Bescheid, wenn in ihrem beruflichen Umfeld jemand Suchtprobleme bekommt oder bereits hat. Spannungen und Belastungen wirken sich auf die Zusammenarbeit aus. Durch sinkende Arbeitsleistung, Fehler sowie häufige Fehlzeiten entsteht schlechte Stimmung im Team. Unfälle aufgrund von Alkohol können nicht nur die Betroffenen sondern auch Kolleginnen und Kollegen in ernsthafte Gefahr bringen. Alkoholkonsum birgt für Konsumierende zudem gesundheitliche Risiken: Alkohol ist ein Zellgift und für eine Vielzahl von Krankheiten mitverursachend, darunter z.B. verschiedene Krebserkrankungen.

Jedes Unternehmen hat eine soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitenden. Hier geht es um Fürsorge und Unterstützung. Frühzeitiges Ansprechen hilft, suchtbezogene Probleme am Arbeitsplatz in den Griff zu bekommen und Risiken zu vermeiden. Vor allem aber erspart es der betroffenen Person eventuell die Chronifizierung ihres problematischen Konsums. Doch zu oft wird weggeschaut oder zu spät gehandelt. Ein Grund dafür sind Unsicherheiten im Umgang mit Betroffenen.

Auf ihrer Internetseite www.sucht-am-arbeitsplatz.de informiert die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. - DHS umfassend zur Suchtproblematik in der Arbeitswelt. Sie bietet praxisorientierte Instrumente wie Gesprächsleitfäden an und stellt Modelle aus der Praxis betrieblicher Suchtprävention und Suchthilfe vor.